Rom-Wallfahrt 2003

Quo vadis – wohin gehst du?

Kölner Messdiener wallfahren nach Rom. Endlich war es wieder soweit, im Herbst 2003 ( vom 18.10.-25.10.2003) fand die Romwallfahrt der Messdiener aus dem Kölner Erzbistum statt. Schon in der Vorbereitung mit unseren Leitern, Pastor Peter Weiffen und Carsten Salgert, erfuhren wir einiges über die Geschichte Roms und erhielten viele beeindruckende Informationen zur diesjährigen Wallfahrt. Wir, drei braschosser, 17 kaldauer Messdiener und zwei Leiter, machten uns am Morgen des 18.Okt. mit der S 12 auf nach Köln um den Sonderzug Deutz(tief)-Rom(Tiburtina) zu besetzen. Die 22-stündige Fahrt im Sitzwagen war nicht gerade angenehm, deshalb waren wir froh, als uns Jugendseelsorger und Organisator der Wallfahrt Ulli Hennes die Ankunft in Rom bekannt gab.

Wir fuhren mit dem Bus in unser Hotel und konnten erstmal in Ruhe auspacken. Am Nachmittag ging es dann mit der Metro ins Stadtinnere zur Kirche Santa Maria Maggiore, wo wir die erste gemeinsame Messe mit Ulli Hennes, Kardinal Meißner und den restlichen 1.800 Messdienern feierten. Am Abend traf man sich dann in den Zimmern und ließ den Tag ausklingen, natürlich nicht zu lange, denn wir hatten ja noch eine anstrengende Woche vor uns. So ging es auch gleich am nächsten Morgen in aller Führe zum Morgengottesdienst in die Kirche San Clemente, die wir später auch noch besichtigten. Danach ging es vorbei am Colosseum hin zum Forum Romanum.

Schon quälte der Magen und es hieß Mittagspause, welche wir nutzen um gleich darauf gut gestärkt zur Vesper ins beeindruckende Pantheon zu gehen. Petrus war bis zu diesem Tag noch gnädig mit uns gewesen, doch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch muss ihm irgendetwas missfallen haben. So packten wir genügend Regenschutz ein und pirschten am sehr verregneten Mittwoch weiter durch Rom. Denn heute war der große Tag: die Messe mit dem Papst im Petersdom.

Doch nicht nur wir waren anwesend auch viele andere Gläubige, die das 25-jährige Dienstjubiläum des Papstes nicht verpassen wollten. Später ging es noch zu den berühmten Grotten am Stadtrand, zum berühmten Brunnen Fontana di Treviund zur Spanischen Treppe, an der uns einige Strassenhändler auflauerten. Abends hielten wir uns wie an jedem Tag im Hotel auf. Doch heute nicht auf zwei oder drei Zimmer verteilt, sondern auf einem. Und das hatte auch seinen Grund: Jens Kaiser wurde am nächsten Tag 14 Jahre alt. Es gab zwar, wie gewünscht keinen Martini zum anstoßen, dafür wurden gleich mehrere Geburtstagsständchen zum Besten gegeben. Und ich finde Jens hat sich den besten Tag von allen für seinen Geburtstag ausgesucht. Denn die Sonne schien, wir hatten eine interessante und informative Führung durch den Petersdom, sind trotz Höhenangst bis auf die Kuppel gestiegen und haben einen wunderbaren Abschlussgottesdienst im Petersdom gefeiert.

Zu diesem Gottesdienst hatten fast alle 1.800 Ihre Gewänder mitgebracht und stellten sich auf dem Petersplatz in einer ewig lagen Reihe auf, machten einige Laolawellen und zeigten Rom: " Wir sind da!" Während dem festlichen Gottesdienst hatten einige von uns absolute Spitzenplätze im Chorraum. Danach ging es in einem Lichterzug zum gemeinsamen Picknick und Abendgebet.

Sehr erschöpft, teilweise mit Schmerzen (Alles für den Herrn!) ging es dann zurück ins Hotel. Die Abreise am Freitag musste sehr schnell gehen, da die italienischen Putzkräfte unser Quartier regelrecht stürmten. Irgendwann, nach langem Warten und ein wenig Chaos saßen wir dann doch wieder in unserem Wagon 1,Abteil 2 bis 5 und wollten nur noch gut zu Hause ankommen. Natürlich hatten wir im Zug noch Spaß, die einen mehr, die anderen weniger, aber es war doch schön, als wir am Samstag zur Mittagszeit zu Hause an kamen und einfach mal wieder unsere Ruhe und Privatsphäre haben konnten. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich die Romwallfahrt für sehr gelungen halte. Wir haben vieles über die Geschichte Roms, unsere Religion und Italiens Kultur erfahren. Wir haben neue Freundschaften geknüpft und uns besser kennen gelernt, haben uns geholfen und uns zu respektieren gelernt. Manchmal, haben wir uns auch nicht so gut benommen, was aber bestimmt nur an der mediterranen Luft lag. Hiermit möchte ich mich im Namen aller nochmals bei Carsten Salgert und Herrn Pastor Weiffen für die Organisation bedanken und hoffe, dass beim nächsten Mal wieder so viele Jugendliche mit kommen.

Bettina Link

 
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